Empirum WinPE – Windows Installation

Die Zutatenliste für eine erfolgreiche Windows Installation mittels des Empirum WinPE PreBoot Support besteht aus: Empirum WinPE PXE-Image, ein importiertes Windows Betriebssystem, diversen sogenannten Empirum PreOS Paketen, gesetzten Variablen und einem Computer.

Zutaten zusammenführen

Die Zutaten habt ihr bestenfalls mit Hilfe der zuvor getätigten Beschreibungen bereits vorbereitet. In diesem Blog-Eintrag geht es darum, die letzten Schritte vorzunehmen.
Nun werden die Zutaten in der Management Console (EMC), von der rechten Seite zur Mitte, in einer Konfigurations- oder Zuweisungsgruppe zusammengeführt:

  • PreOS Pakete bzw. die erstellte UND-Klasse zuweisen
  • WinPE PXE-Image zuweisen
  • Betriebssystem zuweisen
  • Agent-Template zuweisen
  • die Variablen auf die Gruppe setzen und übertragen

Variablen setzen

Die Variablen übernehmen die Definition der kundenspezifischen Windows Installation. Die zu setzenden Variablen(gruppen) heißen identisch wie die genutzten PreOS Pakete.
Am besten geht man die Liste der zugewiesenen Pakete namentlich durch und stellt die für sich passenden Werte ein. Viele Variablen sind bereits vorbelegt und können auf den vordefinierten Werten belassen werden.

Somit konzentriere ich mich hier auf die meines Erachtens wichtigen Werte für eine Windows Installation in deutscher Sprache inklusive Domain Join.

  • DiskPartitioning\PreferFastDisk
  • WindowsInstallation\LocalUserName
  • WindowsInstallation\LocalUserPassword
  • WindowsInstallation\LocalUserDisplayName
  • WindowsInstallation\SetupUILanguage
  • WindowsInstallation\InputLocale
  • WindowsInstallation\SystemLocale
  • WindowsInstallation\UILanguage
  • WindowsInstallation\UserLocale
  • DomainJoin\DomainJoinCredentialsUser
  • DomainJoin\DomainJoinCredentialsPassword

Zusätzlich sind die nachfolgenden Variablen, die nicht so lauten wie die zugewiesenen Pakete, wichtig anzusehen bzw. zu setzen:

  • FQDN – WindowsInstallation, DomainJoin
  • ORGANIZATIONAL_UNIT (optional) – DomainJoin
  • TIMEZONE – WindowsInstallation
  • MX42_AGENT_PUSH_PACKAGE_FOLDER\Windows – EmpirumAgentSetup

Aktivieren

Anschließend wird das Computerobjekt der Gruppe hinzugefügt und aktiviert. Beim Aktivieren für eine WinPE basierte Windows Installation braucht keine „Betriebssystemkonfiguration (OS.INI)“ mehr erstellt werden. Diese Aufgabe übernehmen die PreOS Packages samt der gesetzten Variablen.

Et voilà

Nun den Computer vom Netzwerk booten lassen und nach ca. 20 min ist das frisch installierte Windows fertig angerichtet!

Besonderheiten

Bis zu diesem Punkt wurde beschrieben, dass sich die PreOS Pakete wie herkömmliche Software Pakete verhalten. Es gibt (Stand Oktober 2019 – WinPE 1.6.6) jedoch ein paar Besonderheiten:

  • es werden alle zugewiesenen Pakete ausgeführt, nicht nur die aktuellste/höhere Version
  • mittels einer Verteilungsoption „Uninstall“ kann die Verarbeitung von Paketen nicht verhindert werden
  • PreOS Pakete, die vor dem DiskPartitioning Paket ausgeführt werden, werden aus dem SWDepot-Log gelöscht und der Status bleibt „undefiniert = gelb“

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hey 🙂 ,
    Dank dir versteh ich die Matrix Umgebung immer ein wenig mehr 🙂

    und zwar ist mir nun gerade aufgefallen das du in der variable Windows Installation
    nix eingetragen hast unter Product Key & UnattendXmlfile .

    bekommst du beim Installieren nicht die Meldung das der Product Key fehlt ?

    wenn nicht. welche Quelle der Win10 nutzt du ?
    oder welchen Eintrag in der Unattendxmlfile brauch ich ?

    Hintergrund , wir nutzen weiterhin die erworbene OEM Win pro Lizenz von den clients .
    Das hat auch mit der EPE geklappt aber nun plobt beim leer lassen des Product der Fehler auf . das der den Key nicht finden kann .

    Hast du da ein Tip für mich ?

    • Hallo Andreas,
      vielleicht liegt es an den Quellen – zuletzt konnte ich das Feld ProductKey auch leer lassen.
      Ansonsten nutze ich den KMS Client Setup Key der jeweiligen Edition.
      Mit OEM Lizenzen hatte ich länger nicht zu tun.
      Willst Du die Windows 10 Pro Lizenz aktivieren, die sich im BIOS befindet?
      Dann würde ich mit einem KMS Client Setup Key installieren und nachträglich per Paket ein VBS/PowerShell zum Ändern des Keys ausführen.

      Die Variable UnattendXMLFile ist nur dann interessant, wenn Du eine alternative XML Datei nutzen möchtest.

      Viele Grüße
      Jochen

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